Sanofi überträgt 20 etablierte Arzneimittel und drei Produktionsstandorte an Cheplapharm und erhält dafür eine Beteiligung von 26,4 %.
Kernpunkte der Vereinbarung
Sanofi überträgt ein Portfolio von 20 etablierten Arzneimitteln sowie die Produktionsstandorte in Csanyikvölgy (Ungarn), Jurong (Singapur) und Ploërmel (Frankreich) an Cheplapharm; im Gegenzug erwirbt Sanofi eine Beteiligung von 26,4 % an Cheplapharm (laut Unternehmensmitteilung von Sanofi vom 14. September 2026).
Finanzielle Auswirkungen
Cheplapharm erzielt derzeit einen Umsatz von 1,6 Milliarden Euro; durch die Transaktion erwartet das Unternehmen eine Umsatzsteigerung um rund 1 Milliarde Euro (laut Unternehmensmitteilung von Cheplapharm vom 14. September 2026).
Personal und Standorte
- Standort Csanyikvölgy (Ungarn): rund 400 Beschäftigte (laut Unternehmensmitteilung von Cheplapharm vom 14. September 2026).
- Standort Jurong (Singapur): circa 100 Beschäftigte (laut Unternehmensmitteilung von Cheplapharm vom 14. September 2026).
- Standort Ploërmel (Frankreich): rund 65 Beschäftigte (laut Unternehmensmitteilung von Cheplapharm vom 14. September 2026).
Die Beschäftigten sollen ihre Tätigkeit unter Beibehaltung der bestehenden Arbeitsverhältnisse und Tarifvereinbarungen fortsetzen (laut Unternehmensmitteilung von Cheplapharm vom 14. September 2026).
Inhalt der Vereinbarung
Die Übertragung umfasst das Abgabeportfolio von 20 etablierten Präparaten und die zugehörigen Produktionskapazitäten. Zu den genannten Produkten zählen Lovenox/Clexane, Xatral, Zenon und Cordarone (laut Unternehmensmitteilung von Sanofi vom 14. September 2026). Weitere Details zu einzelnen Wirkstoffen und Packungsgrößen wurden in der Mitteilung nicht vollständig aufgelistet.
Zeitplan und Vollzugsbedingungen
Die kommerzielle Übertragung des Arzneimittelportfolios soll im ersten Quartal 2027 beginnen; anschließend sind die Übertragungen der Standorte vorgesehen. Alle Schritte stehen unter dem Vorbehalt der Informations‑ und Konsultationsverfahren mit Arbeitnehmervertretern, behördlicher Genehmigungen und der üblichen Vollzugsbedingungen. Der Abschluss der gesamten Transaktion wird für das dritte Quartal 2027 erwartet (laut Unternehmensmitteilung von Sanofi vom 14. September 2026).
Verfügbarkeit, Vermarktung und Zulassung
In der Mitteilung betonen die Partner, dass die Versorgung mit den betreffenden Therapien sichergestellt werden soll. Konkrete Angaben zur Übertragung von Marktzulassungsinhaberschaften (MAH) oder zu regulatorischen Zuständigkeiten wurden in der veröffentlichten Unternehmensmitteilung nicht detailliert ausgeführt; die Mitteilung verweist auf die üblichen Bedingungen und behördlichen Prüfungen (laut Unternehmensmitteilung von Sanofi vom 14. September 2026).
Stimmen der Unternehmen
"Es gibt noch unglaublich viele Nischenprodukte in den Bilanzen der großen Pharmakonzerne. Eine Dealstruktur wie diese könnte ein Vorbild sein." — Sebastian Braun, Geschäftsführender Gesellschafter von Cheplapharm (Zitat aus der Unternehmensmitteilung von Cheplapharm vom 14. September 2026).
"Unser mehrjähriger Prozess, unser Portfolio etablierter Arzneimittel zu vereinfachen, hat es uns ermöglicht, uns stärker auf Innovationen zu konzentrieren und gleichzeitig sicherzustellen, dass bewährte Medikamente weiterhin für die Patienten verfügbar sind, die sie benötigen." — Thomas Grenier, Executive Vice President General Medicines, Sanofi (Zitat aus der Unternehmensmitteilung von Sanofi vom 14. September 2026).
Die Partner nennen die Transaktion als Fortführung ihrer langjährigen Zusammenarbeit und verweisen auf die Absicht, industrielle Kompetenz und die Verfügbarkeit etablierter Therapien langfristig zu sichern (laut Unternehmensmitteilungen von Sanofi und Cheplapharm vom 14. September 2026).





